In Anführungsstrichen

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Was machen wir heute?
Ich glaube, ich gehe erstmal duschen. Also, duschen in Anführungsstrichen. Es gibt ja nur: einen Wasserhahn, einen Wassereimer und eine Schöpfkelle. Manchmal fehlt auch der Hahn. Das ist dann richtig blöd, weil man mit der verseiften Hand nach der Kelle greift, um sich die andere Hand seifenfrei zu spülen. Wen man das Ganze umdreht und die andere Hand abspülen will, fasst man automatisch an die noch eingeseifte Kelle. Ein Teufelskreis nicht nur der Seife, sondern wahrscheinlich auch sämtlicher Keime. Besser nicht dran denken. Lieber einen Schwall kaltes Wasser über den Kopf kippen und jegliche kritische Gedanken wegspülen.

Danach können wir mal in den Gemüseladen um die Ecke gucken. Also naja, Gemüseladen in Anführungsstrichen. Es ist ja eher ein Bretterverschlag, der mit Plastiktüten voller Chips behangen ist. Auf einem Brett liegen ein paar schrumplige Auberginen, halb verschimmelte grüne Papaya und eventuell auch ein paar brauchbare Gemüse für unsere Pastasauce.

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Vieles gibt es hier nur Anführungsstrichen, aber das zaubert einem oft ein Lächeln ins Gesicht. Außerdem freut man sich umso mehr, wenn man einmal die Originalversion findet. Und überhaupt ist der Rest ja trotzdem so toll, dass es eigentlich egal ist, ob es nun in Anführungsstrichen steht oder nicht. Es ist halt, wie es ist, und genau so ist es gut.

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