01.05.: Neue Kleider, neues Essen

Wir haben uns ein neues Zimmer genommen und zwar was für eins. Im 8. Stock mit Fahrstuhl und Frühstücksbuffet im 9. Stock über den Dächern der Stadt. Hui, das ist schön. So lässt sich die letzte Etappe in Myanmar tatsächlich sehr gut aushalten.

Im Reiseführer war eine Tour durch die Altstadt beschrieben, die wir ablaufen wollten. Vorbei an alten, wunderschönen Kolonialbauten mit und ohne Jugendstilelementen, die während der britischen Besatzungszeit eingereist sind, konnten wir uns einen kleinen Einblick in die Stadtgeschichte verschaffen. Ich habe meinen Longyi (Wickelrock) getragen. Amüsanterweise wurden wir in einem eher modern-westlichen Doughnut-Café angestarrt, weil dort alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen natürlich Hosen, Hosenanzüge, Hemden etc. getragen haben. Nix mehr mit Tradition. Das Schöne war, dass kaum weiße Touristen (wie wir) zu sehen waren. Vielleicht, weil es zu früh war oder vielleicht, weil es keine ausgeschriebene Höchstattraktion der Stadt war. Dadurch, dass wir relativ alleine unterwegs waren, hatten wir natürlich auch sehr viel Zeit, um uns die verschiedenen Bauwerke in Ruhe anzugucken.


Ein kleines Highlight auf dem Weg war die katholische Kirche, wo kitschige Pop-Gospel-Songs gesungen wurden. Kitschig zwar, aber trotzdem verbindend und mitreißend. Spannend und schön zu sehen, dass dieser Glaube so weit weg von zu Hause trotzdem auch noch so stark gefeiert wird.

In dem Restaurant neben unserem Hotel gibt es einfaches, aber sättigendes Mittagessen. Und ein Schild:

Foto Essen.jpg

 

Direkt neben dem von uns bewohnten Chinatown befindet sich Little India. In Yangon war Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts die Hälfte der Einwohner indisch, weil sie teilweise von der britischen Armee oder teilweise als billige Arbeitskräfte in diesem Land hängen geblieben sind. Dies führt zu einer wertvollen kulinarischen Variation, welche wir dankbar annahmen. Zum dem burmesischen Essen muss man sagen, dass es wohl mit reichlich Liebe und Hingabe gekocht wird, aber halt einfach nicht schmeckt. Zumindest uns nicht. Oftmals gibt es in den Restaurants erst gar keine Karte. Es gibt immer fried rice, fried noodles oder noodlesoup. Jeweils schon mit mit Knoblauch, Zwiebel, Chilli, Kohl und Blumenkohl verfeinert. Dazu kann man dann wählen: Chicken, Pork, Prawn, Squid.
Das gibts dann morgens, mittags und abends. Ich mag‘s.
Das schmeckt wirklich lecker;
beim ersten Mal.
Beim zweiten Mal dann auch.
Beim dritten Mal versucht man das Fleisch zu variieren und
beim vierten Mal wird‘s dann n bisschen öde.
Vor allem, weil die Menschen hier mit sehr viel Öl und mit Fischsoße statt Salz kochen.
Zusammengefasst: Fettig. Scharf. Eintöniger, monotoner Geschmack. Eher fade.  Hoher Wiedererkennungswert.
Auf jeden Fall haben wir heute köstlich indisch gegessen. Aber mit Besteck!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s