17.05.-20.05.: Willkommen und Abschied

Die letzten Tage in Vietnam standen ganz im Zeichen des Wiedersehens, wobei die Wiedersehen zusammen mit neuen Abschieden fielen, was emotional nicht so ganz glücklich gewählt war. Aber trotzdem war es schön, für einen Augenblick in das Leben derjenigen einzutauchen, die noch in Saigon sind.

Also besuchten wir Tam Phuong, mit der ich viele Jahre sowohl an der Deutschabteilung als auch an der VGU gearbeitet hatte. Wir lernten ihre kleine Tochter kennen und Tam Phuongs Mann kochte uns ein leckeres Nudelgericht mit Aal.

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Mit Jörg gingen wir einen Kaffee trinken und mit den anderen Kollegen der VGU nach unserer alten Tradition direkt nach dem Unterricht bún cha Hà Noi essen, eines meiner Lieblingsgerichte.

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Zum Abschied führte Henning uns auf eine relativ neue Rooftopbar mit Blick auf die ins Gigantische wachsende Stadt.

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Ansonsten spazierten wir durch die Hitze, um die letzten Dinge zu erledigen und mussten immer wieder Abkühlung im Park oder einem der vielen neuen Cafés und Teehäuser suchen. Bis auf einmal die Regenzeit da war! Fast unwirklich hörten und fühlten sich die ersten plätschernden Tropfen an, nachdem wir wochenlang nur Sonne gesehen und geschwitzt hatten. Plötzlich war der Himmel schwarzgrau und es schüttete und schüttete und wollte gar nicht mehr aufhören. Im Nu kühlte sich die Luft um 10 Grad ab – also hieß es, wieder in eines der schönen Cafés zu gehen, diesmal um vor dem Regen Zuflucht zu suchen. Und da saßen wir dann und warteten. Draußen war es so düster wie um 6 Uhr abends und drinnen so gemütlich wie in einem Wohnzimmer in Deutschland, wenn draußen ein Herbststurm wütet. Auch die Temperaturen waren ähnlich, denn obwohl sich die Luft stark abgekühlt hatte, veranlasste das niemanden, die Klimaanlage auszustellen. Am liebsten würde man sich in dieser Stimmung in eine Wolldecke einkuscheln und an der Heizung ein gutes Buch lesen. Dafür liebe ich die Regenzeit, weil sie eine Struktur in das sonstige Einerlei von Sonne und Hitze bringt und einem wenigstens an den Nachmittagen eine Jahreszeiten-Struktur vorgaukelt, die es sonst nicht gibt. Nur dass sich die Jahreszeiten innerhalb eines Tages abwechseln und nicht im Vierteljahresrhythmus.

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Und dann stand nach so vielen kleinen Abschieden der große Abschied bevor: von Lola, unserem Haus, unserem alten Viertel und der Stadt. Das Flugzeug flog in dicke Regenwolken und bald war von alldem schon nichts mehr zusehen, bis aus den schwarzen Gewitterwolken unser nächstes Ziel auftauchte: Phnom Penh, Kambodscha.

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