03.06.: Captain Chim’s Tuktuk Tour

Herr Captain Chim hat uns höchst persönlich mit seinem Tuktuk durch die Gegend gefahren und uns allerhand schöne Stätten gezeigt und in seinem brüchigen Englisch ein bisschen was erklären können.

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Kampot ist unter anderem bekannt für riesengroße Salzfelder. Die werden einmal im Jahr zum Ende der Regenzeit mit Meerwasser geflutet. Während das Wasser verdampft, müssen die Feldarbeiter die immer höher konzentrierende Lake umrühren, damit sich keine Salzkruste bildet, sondern alles gleichzeitig verdampfen kann. Eine Tonne (1000 kg) Steinsalz wird hier übrigens für 100$ verkauft. Also kostet 1 Kg 10 Cent und 100g 1 Cent. Beim schnellen Googlesuchen habe ich keine Angebote unter 1,99€/Kg gefunden. Eher noch weit drüber. Da müsste man mal in den Supermarkt gehen und fragen, wo das ganze Geld hinkommt, was wir dafür in Deutschland bezahlen.

Kampot ist außerdem bekannt für den Pfeffer. In jedem20160603_111455 Restaurant bekommt man hier Chicken/pork/beef with Kampot pepper. Sehr zu empfehlen. Das Essen wird mit unreifen, frischen, grünen Pfeffertrauben gewürzt. Sehr mild im Geschmack. Der Pfefferfarmer erklärte uns:

Grün = unreif
Rot = reif
Weiß = rot, aber gekocht
Schwarz = grün, aber getrocknet

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Als Variation ist Kampot Pepper mit crab übrigens sehr zu empfehlen.

 

Um Kampot gibt es außerdem einige sehenswerte Höhlen. Darin sind viele „Tiere“ zu sehen. Captain Chim hat versucht, uns auf dem Hinweg ein wenig darauf einzustimmen und hat uns von den ganzen Elefanten dort in der Höhle erzählt. Auch ein Krokodil soll da die Wände hochkriechen. Wir haben mehrfach nachgefragt, verstanden haben wir es aber erst, als wir tatsächlich vor der Felsformation standen und gesehen haben, dass ein Schwein gleichzeitig ein Elefant sein kann. Halt je nachdem, von welcher Seite aus man den Felsen mit der Taschenlampe anstrahlt.
Die Höhle besteht aus einem weit verzweigten System mit mehreren Wohnhöhlen, die – während der Bombadierung durch die Amerikaner während des Vietnam-Krieges – von den Kambodschanern als Schutzbunker benutzt worden sind. Auch vor den Roten Khmer haben sich dir Leute hier versteckt.

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Man benötigt gar nicht mal so viel Fantasie, um hier den Elefanten zu entdecken.
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Elefant oder Hund. Je nach Interpretation.

In Kep konnte wir die Meeresurlaubsresidenz von einem der alten Könige Kambodschas sehen. Diese ist wiedermal ein unfreiwilliger Gedenkort an die Roten Khmer. Sämtliche ehemalige äußere Holzdekoration ist verbrannt worden. An der Außenwand sind noch die Einschusslöcher von vor 30 Jahren zu sehen. Wir konnten das Gelände leider nicht betreten, aber innerhalb des Gebäudes würde es wahrscheinlich ähnlich trostlos aussehen.

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Der letzte Punkt unserer Tour war der Krabbenmarkt.  Da es anfing zu stürmen und es im Tuktuk langsam etwas bis sehr ungemütlich wurde, freute ich mich schon auf die riesige Markthalle, in der man die ganzen seafood-Auslagen der Händler angucken können wird. Aber nichts da. Der Markt bestand lediglich aus Sonnenschirmen und Plastikhockern. Die Menschen dort auf dem Markt hatten größte Schwierigkeiten, ihre Schirme bei dem immer stärker werdenden Sturm zu sichern. Also kein Markt. Keine Auslagen. Krebs hatten wir ja zum Glück gestern schon gegessen.

Ab nach Hause.

2 Gedanken zu “03.06.: Captain Chim’s Tuktuk Tour

    • Wir finden auch auch irre, was wir alles erleben. Vor allem, wenn man die Geschichten im Nachhinein noch mal aufschreibt, kann man sie gleich noch mal erleben.

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