07.07. – 08.07.: Mambukal und Hot Springs

Als wir an dem Mittwoch bei Lorenzo aufgebrochen sind, stand unser Plan, dass wir bis nach Bacolod kommen wollten, eigentlich fest. Nachdem wir Mr. Weltreise in Naga City verabschiedet hatten, kam direkt eine Nachricht von der Couchsurferin aus Bacolod, dass, wenn wir etwas sehen wollen würden, wir uns Mambukal angucken sollten. Mambukal liegt vor Bacolod. Also gut. Es wurde mal wieder mit Plänen geschmissen. Das machte aber nichts, wir hatten ja Zeit.

Wir sind von Toledo City auf Cebu Island nach San Carlos City auf Negros Island delfinumsäumt übergesetzt. Delfinumsäumt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Tatsächlich ist uns aber eine kleine Delfinschule von vielleicht 20 Tieren ein kleines Stück gefolgt. In San Carlos wurden wir mit einem Fahrrad inkl. Beiwagen zum Busterminal gebracht.

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Dort sind wir von einem relativ aufgeregten, kleinen Mann in einen Minivan (der wahrscheinlich viel zu teuer war) gestopft worden, ohne dass wir uns viel wehren konnten. Von Meeresniveau schraubten wir uns immer weiter, bis auf 2600m in die Berge. Ein saftiges Grün erwartete uns dort. Grün in allen verschiedenen Farbnuancen. Die Berge sind hier, ähnlich wie die Chocolate Hills, rund geformt und sehen mit dem grünen Überzug wie frisch gepudert aus. „Eine Landschaft, um Helden zu zeugen!“ (caruso, Piratenschaft Stormarn)
Wir fuhren also so dahin und kamen aus lauter „Guck-mal-hier“s, „Boah-ist-das-schön“s und „Wunderschön“s gar nicht mehr klar. Irgendwann sind wir in Murcia angekommen und durften den doch leider sehr übervollen Minivan wieder verlassen.

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Reisfelder auf der Hochebene

Mit einem Tricycle ging es weiter in das Mambukal Resort. Außer dem Tipp unserer Couchsurferin hatten wir keine weiteren Informationen darüber, deswegen war uns auch nicht ganz klar, ob die dort überhaupt Schlafmöglichkeiten haben; ergo: ob wir da überhaupt schlafen können. Egal, erstmal hin! Versuch macht kluch!

Dort angekommen, bot sich uns ein Blick für die Götter. Mal wieder.
In einem mit Urwald bewachsenen Talkessel springen diese aquathermalen Quellen aus dem Boden. Einige sogar so heiß, dass sie nicht bebadebar sind. In den anderen so angenehm, dass man sich da gepflegt durchkochen lassen kann.
Da sie glücklicherweise Zimmer hatten, checkten wir ein und vergaßen beim abendlichen Garen die Unannehmlichkeiten des doch eher sehr einfachen Zimmers für viel zu viel Geld.
Wie wir da so in der Thermalquelle vor uns hinköchelten, tröpfelte uns von oben kühler Regen auf den Kopf und sorgte dafür, dass wir nicht völlig malade wurden. Aber um‘s genau zu nehmen, wurde hier der Dreck der Straße von den letzten 3 Monaten rausgekocht. Jegliche skelattale Muskulatur wurde in unseren Körpern so entspannt, wie es kein Masseur der Welt besser hingekriegt hätte.

fledermäuse
Flughunde… und das war erst der Anfang

Und dann starteten über uns auch noch tausende von Fledermäusen und Flughunden. Es war absolut still. Das heißt, man hörte keine menschengemachten, mechanischen Störgeräusche, sondern nur den Klang der Natur. Bis auf den Springbrunnen hinter uns und das leise Reden der Leute um uns herum. Herrlich.

Zum Abendessen waberten wir einmal quer über die Straße in das Restaurant und bekamen dort mit Tomaten gefüllten, frischen Tintenfisch in Knoblauch- und Zwiebelsoße. Wie soll man sowas in Worte fassen? Vielleicht: Aaaaahhhh….. Hmm…… Oder *Gulb!* Ich dreh durch. Wer denkt sich denn bitte solche Gerichte aus? Wenn ich am Ende nicht satt gewesen wäre, hätte ich glatt noch einen zweiten Teller bestellt.

Also gut, wir gingen schlafen. Im Zimmer miefte es leider etwa ranzig und schimmelig, aber es war halt auch das günstigste der Anlage.

Am nächsten Tag starteten wir mit typisch philippinischem Frühstück (ich: Reis, Ei und Fleisch, Anne: Fleisch, Ei und Reis) und gingen direkt wieder in dieses Thermalbad. Eigentlich hatten wir direkt nach Bacolod abreisen wollen, aber dieses warme Wasser war einfach zu herrlich.

Gegen 12.00 Uhr sind wir auf dem Weg zum Ausgang und fallen quasi direkt in einen Schmetterlingsgarten. Vor lauter Warmwasserentspannung laufen wir mit der Kamera vor der Nase durch das kleine Gehege und machen sehr schöne Bilder, bevor uns die schaukelnde Enge der Jeepneyfahrt in die Realität zurück versetzt.

2 Gedanken zu “07.07. – 08.07.: Mambukal und Hot Springs

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