15.07. – 16.07.: Caticlan, die Transitstadt, die sich nicht lohnt

Wir sind am 15.07. bei Angelyn relativ entspannt irgendwann am Vormittag aufgebrochen, um die letzte Etappe auf Panay zu bestreiten. Wir wussten, dass das Schiff nach Batangas jeden Tag um 8.00 Uhr fahren würde und hatten uns schon darauf eingestellt, dass wir dort in Caticlan eine Nacht schlafen würden, damit wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen können, um auf das Schiff zu kommen.

 

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Daran hat sich unser Fahrer garantiert nicht gehalten.

Eine wackelige Minivanfahrt später, bei der Anne fast den Tempolimitangsttot gestorben wäre, sind wir in Caticlan angekommen. Auf den ersten Blick sieht die Stadt aus wie eine Wüstenstadt. Es ist halt eine Transitstadt, die sich um den Fähranleger herum aufgebaut hat. Die meisten Menschen wollen hier auf die Partyinsel Boracay. Wir nicht!
Fastfoodgeschäfte mit billigem, schlechtem Essen säumen die Straßen, die keine Bürgersteige haben. Die Tricycles hupen mit den riesen Reisebussen um die Wette, die sich hier im Sekundentakt durch die Häuserfronten schieben.

In Caticlan angekommen, sind wir quasi direkt zum 2GO-Fähr-Büro gegangen, um ein Ticket für den nächsten Tag zu besorgen. Die Dame dort war zwar sehr nett, hat uns aber gesagt, dass das heutige Schiff aufgrund von Verspätungen vor einer halben Stunde abgefahren wäre. Es ist 13.30 Uhr. Verdammt. Hätten wir bei Angelyn nicht so viel rumgetrödelt, hätten wir das Schiff noch bekommen. Dann wären wir jetzt schon auf dem Weg nach Batangas und würden noch mehr Zeit auf Luzon haben. Zu viel Konjunktiv, haben wir beschlossen. Wir haben uns also ein Zimmer genommen und uns gefreut, dass wir jetzt hier so viel Zeit genießen können. Genießen ist man in dieser abgasversmogten und akustikverschmuzten Stadt zwar nicht ganz richtig, aber es klingt schön, wenn man es schreibt und sicherlich auch, wenn man es liest.

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Vernünftige Restaurants gibt es nicht. Überall nur Fastfood. Und selbst in McDonald’s-ähnlichen Philippinoketten gibt es nur Reis mit Fleisch. Lecker, sagen die einen, aber morgens-mittags-abends Fleischreis oder Reisfleisch ist dann doch irgendwann genug des Guten. Aber wir sind ja zwei mutige Abenteurer, die schon so einiges erprobt sind. Deswegen halten wir uns mit Fastfood über Wasser.

Am 16.07. sollte unsere Fähre statt um 8.00 Uhr um 13.00 Uhr abfahren. Das hatten sie uns schon beim Ticketkauf angekündigt. Für uns kein Problem, damit würden wir jetzt auch noch fertig. Wir haben ja genug Zeit.

Um 11.30 Uhr haben wir uns am Terminal eingefunden und den Ticket-TerminalFee-Stempel-Spießroutenlauf mit Bravour bestanden.
Es wird 12.00 Uhr.
Es wird 13.00 Uhr. Klar, hier auf den Philippinen muss man mit Verspätungen rechnen.
Es wird 14.00 Uhr. Das Schiff ist immer noch nicht in Sicht. Zeit, uns nochmal mit Fastfood zu versorgen. Man kann ja nie wissen, wie lange das noch dauert.
Es wird 14.30 Uhr. Langsam werden wir etwas unruhig, weil wir uns in Batangas mit einem Couchsurfer verabredet haben, der uns am Hafen abholen wollte. Die Faht sollte 10 Stunden dauern und wenn wir jetzt so spät erst loskommen, würden wir mitten in der Nacht erst ankommen.
Es wird 15.00 Uhr. Das Schiff liegt vor Anker. Jetzt wird es hektisch. Schnell aufs Schiff.
15.45 Uhr. Abfahrt.

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Puh, was für ein Tag.

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