29.06.: Bootsfahrt

Die Philippinen. Die Nation, die ausschließlich aus Inseln besteht. Was liegt da näher, als dass man jeden Weg zwischen den Inseln per Boot bewältigen muss.

Wir fuhren in Dumaguete zum Hafen, um von dort aus nach Siquijor zu fahren. Aber das ist schwieriger, als man denkt. Zuerst muss man sich eine Fahrkarte kaufen, dabei darf man sich dort Namen aussuchen, die man gerne hätte. Als nächstes muss man zum Check-In-Schalter, um Bescheid zu geben, dass man da ist. Dann das Gepäck aufgeben. Dafür muss man nochmal 100 Pesos bezahlen. Auf geht‘s zum nächsten Schalter, um den Terminal-Fee zu bezahlen. Man kommt gar nicht drum herum. Man muss eh durch das Terminal. Dann geht‘s weiter zur Personenkontrolle, die mehr oberflächlich als alles andere ist. Wenn man Pech hat, wartet noch eine Dame vom Roten Kreuz am Pier, die noch mal 2 Pesos pro Person haben will. Alles in allem muss man ständig das Ticket vorzeigen und dieses wird immer dicker, denn alle Leute tackern einen weiteren Zettel dran. Manchmal mit Abreißfunktion, manchmal mit einer Nummer drauf, die sich irgendjemand sporadisch anguckt, aber eigentlich dem Ganzen kaum Beachtung schenkt. Bis wir das alles herausgefunden haben, sind 1,5 Stunden vergangen.

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Nachdem wir in Siquijor angekommen sind, wurden wir von den üblichen Tricyclewerbern umschwärmt. Wir sind aber erstmal freundlich lächelnd an allen vorbei gegangen und haben uns etwas zu essen gesucht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Abstand zum Hafen deutlich günstigere Preise bringt.

Nach dem Essen sind wir quer über die Insel zu dem Hotel gefahren, das wir uns im Vorfeld rausgesucht hatten. Nur leider war das in einer derart schäbigen Verfassung, dass wir direkt weiter gefahren sind. Nach einiger Zeit haben wir das von Tini empfohlene JJs gefunden. Hier sollte es wunderbar sein und einen Sandstrand hätten die auch. Nur ein Zimmer für uns hatten die leider nicht heute, sondern erst morgen. Also entschieden wir uns dazu, eine Nacht im 6-Bett-Dorm das letzte verfügbare Bett zu teilen. Was für eine furchtbare Entscheidung. Es gab keine Klimaanlage, sondern nur zwei unglaublich laut ratternde Deckenventilatoren. Ständig kam jemand rein oder ging raus, machte das Licht an oder die Tür auf und zu. Zum Glück ging die Nacht schnell vorbei.