19.07.: Die letzten Tage

Die letzten Tage hängen uns ganz schön in den Knochen. Sowohl die vergangenen, als auch die zukünftigen.

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Seit fast 2 Wochen sind wir an jedem Ort nur eine Nacht geblieben. Maximal 2 Nächte, aber dann mit viel Aktivität. Das schlaucht ganz schön.
Jeden Tag Hitze.
Jeden Tag Sachen packen.
Jeden Tag neu orientieren.
Jeden Tag sehr lange eng gedrängt in Jeepneys, Tryciceln oder Bussen sitzen.
Jeden Tag sind wir mehrere Stunden gereist. Meistens mit sehr lauten und lärmenden Gefährten. Gemeint sind hier Transportmittel.

 

 

Warum machen wir das?, könnte man sich fragen. Wir könnten ja auch fliegen. Einsteigen und ZACK! Angekommen. Aber nein. Anne und Jonas begeben sich trotzdem auf die Abenteuertour, von der uns doch so oft abgeraten wurde.

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Ja, warum?
Ehrlich gesagt hat das irgendwie Spaß gemacht. Wir haben so unglaublich viele tolle Menschen getroffen. Haben das Land der Filippinos und Filippinas auf eine Art und Weise kennen gelernt, wie es wahrscheinlich noch keiner vor uns gesehen hat und auch keiner nach uns sehen wird.
Jetzt im Moment sind wir zwar völlig im Eimer, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir im Nachhinein wunderbare Geschichten werden erzählen können. Momentan kann ich nicht eine einzige Geschichten in Worte fassen, weil jede für sich wahrscheinlich mehrere Seiten füllen würde. Anne und ich haben uns darauf verständigt, nur die Tage ein wenig zu beschreiben und uns später den Details anzunehmen.

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Nur so viel:
Wir haben geschummelt und wurden beschummelt.
Wir waren aufrichtig und Menschen waren aufrichtig mit uns.
Wir haben geholfen und uns wurde geholfen.
Wir haben gelacht und es wurde mit uns gelacht.
Wir haben gekocht und wir wurden bekocht.
Wir haben über Leute gelacht und die Leute haben über uns gelacht.

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Wir haben uns falsche Namen geben lassen.

Das waren die vergangenen Tage; die zukünftigen sitzen uns genauso in den Knochen.
Es soll nach Hause gehen. Der letzte Teil der Reise hat begonnen. In 8 Tagen geht der Flieger von Bangkok zurück nach Hamburg. Wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt, sind 8 Tage mehr als eine Woche. Das ist so viel, als würde man selber noch mal ´ne ganze Woche Urlaub machen. Aber wir haben uns bewusst die Zeit genommen, um noch mal zur Ruhe zu kommen, zu reflektieren. Wir haben keine großen Pläne mehr, keine Tourismusziele, kein Sightseeing. Weder hier in Manila, noch in Bangkok.

Und gerade dieses Entspannen, Runterkommen, Reflektieren fordert doch ´ne ganze Menge Kraft. Es schwirren uns neue und alte Ideen durch den Kopf. Wir haben viele Ideen und Eindrücke bekommen. Ich bin mal wieder sehr froh, dass wir diesen Blog schreiben. So können wir uns zumindest den Weg für später bewahren oder noch mal gucken, was wir wo alles erlebt haben.

Wenn wir tatsächlich irgendwann wieder zurück im deutschen Alltagsleben sind, graut es mir schon vor dieser dieser Arbeits- und Geldverdienereiverpflichtung. Aber was soll man machen. Man kann ja schließlich nicht die ganze Zeit durch die Gegend reisen. So schön das auch ist.

19.07.: Die letzten Tage

Die letzten Tage hängen uns ganz schön in den Knochen. Sowohl die vergangenen, als auch die zukünftigen.

Seit fast 2 Wochen sind wir an jedem Ort nur eine Nacht geblieben. Maximal 2 Nächte, aber dann mit viel Aktivität. Das schlaucht ganz schön.
Jeden Tag Hitze.
Jeden Tag Sachen packen.
Jeden Tag neu orientieren.
Jeden Tag sehr lange eng gedrängt in Jeepneys, Tryciceln oder Bussen sitzen.
Jeden Tag sind wir mehrere Stunden gereist. Meistens mit sehr lauten und lärmenden Gefährten. Gemeint sind hier Transportmittel.
Warum machen wir das?, könnte man sich fragen. Wir könnten ja auch fliegen. Einsteigen und ZACK! Angekommen. Aber nein. Anne und Jonas begeben sich trotzdem auf die Abenteuertour, von der uns doch so oft abgeraten wurde.

Ja, warum?
Ehrlich gesagt hat das irgendwie Spaß gemacht. Wir haben so unglaublich viele tolle Menschen getroffen. Haben das Land der Filippinos und Filippinas auf eine Art und Weise kennen gelernt, wie es wahrscheinlich noch keiner vor uns gesehen hat und auch keiner nach uns sehen wird.
Jetzt im Moment sind wir zwar völlig im Eimer, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir im Nachhinein wunderbare Geschichten werden erzählen können. Momentan kann ich nicht eine einzige Geschichten in Worte fassen, weil jede für sich wahrscheinlich mehrere Seiten füllen würde. Anne und ich haben uns darauf verständigt, nur die Tage ein wenig zu beschreiben und uns später den Details anzunehmen.

Nur so viel:
Wir haben geschummelt und wurden beschummelt.
Wir waren aufrichtig und Menschen waren aufrichtig mit uns.
Wir haben geholfen und uns wurde geholfen.
Wir haben gelacht und es wurde mit uns gelacht.
Wir haben gekocht und wir wurden bekocht.
Wir haben über Leute gelacht und die Leute haben über uns gelacht.

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Das waren die vergangenen Tage; die zukünftigen sitzen uns genauso in den Knochen.
Es soll nach Hause gehen. Der letzte Teil der Reise hat begonnen. In 8 Tagen geht der Flieger von Bangkok zurück nach Hamburg. Wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt, sind 8 Tage mehr als eine Woche. Das ist so viel, als würde man selber noch mal ´ne ganze Woche Urlaub machen. Aber wir haben uns bewusst die Zeit genommen, um noch mal zur Ruhe zu kommen, zu reflektieren. Wir haben keine großen Pläne mehr, keine Tourismusziele, kein Sightseeing. Weder hier in Manila, noch in Bangkok.

Und gerade dieses Entspannen, Runterkommen, Reflektieren fordert doch ´ne ganze Menge Kraft. Es schwirren uns neue und alte Ideen durch den Kopf. Wir haben viele Ideen und Eindrücke bekommen. Ich bin mal wieder sehr froh, dass wir diesen Blog schreiben. So können wir uns zumindest den Weg für später bewahren oder noch mal gucken, was wir wo alles erlebt haben.

Wenn wir tatsächlich irgendwann wieder zurück im deutschen Alltagsleben sind, graut es mir schon vor dieser dieser Arbeits- und Geldverdienereiverpflichtung. Aber was soll man machen. Man kann ja schließlich nicht die ganze Zeit durch die Gegend reisen. So schön das auch ist.

02.07.: Ab nach Oslob zu den Walhaien

Nach 3 Nächten sind wir dann wieder aufgebrochen. Es sollte zu den WaHlhaien nach Oslob gehen. Die Überfahrt lud dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen. Schließlich wussten wir inzwischen, was eine derartige Streckenbewältigung an Zeit bedeutet. Also sind wir mit einem Tricycle vom JJs in San Juan zum Hafen Siquijor, mit dem Schiff nach Dumaguete, mit dem Tricycle nach Sibulan, mit dem Schiff nach Liloan und mit dem Bus nach Oslob gefahren.

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Was ist so faszinierend am Meer? Das Meer als gesamte Weite? Oder mehr die Wellen, die unaufhörlich rauschen? Ein vermeintlicher Rhythmus, der überhaupt nicht rhythmisch ist. Jede einzelne Welle an sich ist überhaupt nicht klar abgegrenzt und kommt und geht, ohne, dass man sie aufhalten könnte. Jede Welle ist einzigartig, individuell. Dabei hört man doch, während man auf das Wasser guckt, dieses monotone Rauschen, was überhaupt nicht monoton ist, da sich ständig eine Extrawelle dazwischen schiebt oder manche mal lauter oder mal leiser sind.

Da stehe ich nun also rum. Dort an der Reling auf dem Schiff und strahle mit der Sonne um die Wette, schaue aufs Meer und versuche etwas zu fixieren. Aber was?
Versuche ich den Horizont zu fixieren?
Man solle den  Horizont erweitern heißt es. Erweitern? Diese klare Linie dort hinten? Ohne Anfang und Ende? Soll man den breiter machen?
Oder soll man, wie laut Lindenberg, mal hinter den Horizont gucken? Dahinter?
Wenn man den Horizont betrachtet, guckt man doch eigentlich über die Welt hinweg.
Horizont bleibt Horizont, der ist immer weit weg. Immer unerreichbar. Nie der gleiche und doch immer derselbe.

Versuche ich auf die Wellen zu gucken? Auf welche denn? Es gibt hunderte und jede einzelne ist für sich wunderschön.

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Oder versuche ich, einen Gedanken zu fixieren? Aber auf welchen soll man sich konzentrieren, auch hier gibt es wellengleich hunderte, die alle wunderschön sind. Manchmal durchbrechen fliegende Fische den Gedankenstrom, während sie fliegend vor unserem Schiff über die Wellen fliehen. Vielleicht muss man diese Gedanken ebenfalls als großes Ganzes begreifen, die sich irgendwann zu einem kompletten Meer ergeben, in dem ich aufgehen kann. Angenommen, ein Gedanke ist eine Welle. Eine Welle, die nicht scharf abgegrenzt werden kann, weil sie sich ständig bewegt, verändert, sich mit anderen Wellen vermischt, sich bricht und doch irgendwann am Strand ankommt und sich wieder zurückzieht. Vielleicht ist es ja unmöglich, diesen einen Gedanken zu fassen und zu bewahren. Am ehesten kann man ihm eine Weile zuschauen, wie er sich verändert, sich dann aber doch am Strand bricht und verendet, um einem neuen Gedanken Platz zu machen. Eine Welle/ein Gedanke, die/der aus vielen, vielen einzelnen Wassertropfen/Erinnerungsstücken besteht und doch erst zusammen mit allen anderen Wellen/Gedanken ein großes Ganzes ergibt.
Welle ist nicht gleich Welle und trotzdem so gleich.

29.06.: Bootsfahrt

Die Philippinen. Die Nation, die ausschließlich aus Inseln besteht. Was liegt da näher, als dass man jeden Weg zwischen den Inseln per Boot bewältigen muss.

Wir fuhren in Dumaguete zum Hafen, um von dort aus nach Siquijor zu fahren. Aber das ist schwieriger, als man denkt. Zuerst muss man sich eine Fahrkarte kaufen, dabei darf man sich dort Namen aussuchen, die man gerne hätte. Als nächstes muss man zum Check-In-Schalter, um Bescheid zu geben, dass man da ist. Dann das Gepäck aufgeben. Dafür muss man nochmal 100 Pesos bezahlen. Auf geht‘s zum nächsten Schalter, um den Terminal-Fee zu bezahlen. Man kommt gar nicht drum herum. Man muss eh durch das Terminal. Dann geht‘s weiter zur Personenkontrolle, die mehr oberflächlich als alles andere ist. Wenn man Pech hat, wartet noch eine Dame vom Roten Kreuz am Pier, die noch mal 2 Pesos pro Person haben will. Alles in allem muss man ständig das Ticket vorzeigen und dieses wird immer dicker, denn alle Leute tackern einen weiteren Zettel dran. Manchmal mit Abreißfunktion, manchmal mit einer Nummer drauf, die sich irgendjemand sporadisch anguckt, aber eigentlich dem Ganzen kaum Beachtung schenkt. Bis wir das alles herausgefunden haben, sind 1,5 Stunden vergangen.

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Nachdem wir in Siquijor angekommen sind, wurden wir von den üblichen Tricyclewerbern umschwärmt. Wir sind aber erstmal freundlich lächelnd an allen vorbei gegangen und haben uns etwas zu essen gesucht. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Abstand zum Hafen deutlich günstigere Preise bringt.

Nach dem Essen sind wir quer über die Insel zu dem Hotel gefahren, das wir uns im Vorfeld rausgesucht hatten. Nur leider war das in einer derart schäbigen Verfassung, dass wir direkt weiter gefahren sind. Nach einiger Zeit haben wir das von Tini empfohlene JJs gefunden. Hier sollte es wunderbar sein und einen Sandstrand hätten die auch. Nur ein Zimmer für uns hatten die leider nicht heute, sondern erst morgen. Also entschieden wir uns dazu, eine Nacht im 6-Bett-Dorm das letzte verfügbare Bett zu teilen. Was für eine furchtbare Entscheidung. Es gab keine Klimaanlage, sondern nur zwei unglaublich laut ratternde Deckenventilatoren. Ständig kam jemand rein oder ging raus, machte das Licht an oder die Tür auf und zu. Zum Glück ging die Nacht schnell vorbei.