04.04.: Erster Tempel, Fahrradtour und Folkstanz

 

Heute sind wir endlich mal früh aufgestanden. Wir haben uns Fahrräder gemietet und durften feststellen, dass das mit den 35 °C ohne Klimaanlage doch ne ernste Angelegenheit ist.

Wir haben immerhin die 5 km zum Tempel als erklärtes Tagesziel gut geschafft. Halbwegs zumindest. Das Gute an der Tockenheit ist, dass mein Hemd immer wieder sofort trocken ist. Aber erstmal halt nass. Sehr nass. Klatschnass, um‘s genau zu nehmen.

Ban Khao Phun: Der Tempel bestand aus vielen Wohn- und Gebetshäusern, die wir nicht betreten durften. Was wir jedoch gesehen haben, ist eine Höhlenanlage, wo in jeder Ecke ein Buddha oder ein wichtiger Mönch stand. Jeder Tag hat seine eigene Buddhahaltung. Mittwoch sogar zwei Haltungen. Eine für morgens, eine für abends. Leider war die Höhle sehr versifft von Fledermausdreck, dafür waren außer uns sonst gar keine Touristen drin. Das war sehr erfrischend.

Höhle 1Höhle 2

Auf dem Rückweg haben wir einen Friedhof der Kriegsgefangenen besucht. Der war in einem superguten Zustand, wurde gewässert und schien sehr gut gepflegt. Viele von den Grabsteinen dort sind von Kriegsopfern aus Holland.

Ob man nicht herausfinden kann, zu welchen Familien die Verstorbenen gehörten?
Warum exhumiert man die nicht und überführt sie nach Holland zurück?

Schön und berührend zu sehen, wie hier damit umgegangen wird.

Friedhof Kanchanaburi

Dann noch ein Tempel direkt in Kanchanaburi. Beeindruckend. Alles voller Gold, viele große und kleine Buddha- und Mönchsstatuen. Kunterbunte, riesengroße Gebäude. Aber irgendwie hat es mich nicht so ganz umgehauen. Wahrscheinlich, weil ich n bisschen zu wenig Wasser getrunken hab und mir die Sonne ordentlich einen mitgegeben hat.

Goldtempel Kanchanaburi

Dementsprechend hat sich dann auch der ganze Nachmittag gestaltet:
Nix tun.

Abends sind wir wieder zu dieser Brücke von gestern gefahren und haben uns beineschaukelnd und Streedfood naschend den Sonnenuntergang angesehen.

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Halt, noch eins:

Heute ist Montag. Und Montag ist Tanzen. Immer. Auch in Thailand.

 

03.04.: Busfahrt nach Kanchanaburi

Wir sind relativ früh aufgestanden und mit dem Minivan-Bus nach Kanchanaburi gefahren. Klimatisiert.

Nach dem Überangebot in Bangkok an Taxis und Tuktuks mussten wir uns hier echt anstrengen, eins zu finden. Haben wir aber.

Unser Hostel liegt auf Stelzen. Im Grünen. Über dem Wasser. Neben uns wohnt eine junge Familie mit Kind. Es ist hellhörig.

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Unser Hostel liegt nicht nur im Grünen, sondern offensichtlich auch noch mitten auf einer großen Partymeile. Das haben wir allerdings erst abends herausgefunden. Ganz viele große, weiße Männer 50+ haben sich scheinbar hierher verliebt. Wie schön. Die Freundinnen von denen haben offensichtlich auch viel Spaß, zumindest juchzen die ständig und haben so viel Spaß, dass das fast schon n bisschen aufgesetzt wirkt. Naja, ich freue mich für alle, die glücklich sind.

Abends haben wir noch, begleitet von mehreren Tuktuks, einen kleinen Spaziergang zu The Bridge Over The River Kwai gemacht. Wohl eine von vielen Arbeitern unter japanischer Herrschaft gebaute Brücke, die während des zweiten Weltkrieges als wichtige Kommunikationsstrecke nach Burma entstand. Die Brücke wurde von vielen Sklavenmenschen und Kriegsgefangenen gebaut. Laut den Infotafeln wurden die Arbeitskräfte genauso ausgebeutet, wie überall in der Welt auch. Schade, dass so schöne Bauwerke immer so einen miesen Beigeschmack haben.

The Bridge over the River Kway

Die Brücke hat sich dann allerdings von ihrer schönsten Seite präsentiert. Sonnenuntergang über dem Fluss und im Hintergrund ein buddistischer Tempel. Überall auf der Brücke gab es kleine Buchten, auf die man sich stellen kann. Ich habe das als nettgemeinte Aussichtsplattformen interpretiert und auch direkt ein Foto von außerhalb der Brücke gemacht. Als der Zug kam, wusste ich, dass es anders gemeint war.

 

The Bridge-train