Mitmach-Aktion

Möchtest du uns und anderen Lesern deine Innenseitentipps verraten? Etwas, das in keinem Reiseführer steht?
Mit welchem Film können wir uns auf dein Land vorbereiten, mit welcher Musik ins Fernweh-Schwärmen geraten? Welchen Satz sollten wir vor der Reise schon mal lernen, um die Leute zu beeindrucken, denen wir begegnen? Und was sollten wir unbedingt essen, wenn wir schon mal da sind?

Wir freuen uns über alle Tipps und sind auch für weitere Ideen (s. letztes Feld) sehr dankbar! Die eingesandten Tipps werden wir um Bilder, Videolinks usw. ergänzen und dir das Produkt unserer gemeinsamen Arbeit vor der Veröffentlichung zum Probelesen zuschicken. Falls du einen Blog o.ä. hast, was wir bewerben sollen, können wir das natürlich in dem Artikel verlinken.

Bitte schreib doch immer nur einen Lieblings… und wenn du magst, gerne noch eine Begründung, damit das ganze schön persönlich wird.

 


Danke, dass du mitgemacht hast!

25.6.: The Town of Music

“Welcome to the Land of the Chocolate Hills.
Welcome visitor!”

Das ist die Inselhymne von Bohol. Wir bekamen sie direkt am nächsten Tag vorgesungen. Es ist ein fröhliches Lied und zeugt nicht nur vom Stolz der Inselbewohner auf ihre Chocolate Hills, sondern auch von ihrer Gastfreundschaft. Wo sonst gibt es Lieder, die direkt die Gäste ansprechen bzw. eigens für sie komponiert wurden?

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Eigentlich waren wir an dem Abend rausgegangen, um ein bisschen die Insel zu erkunden. Tagsüber hatte es immer wieder geregnet und so hatten wir fast den gesamten Tag damit verbracht, zu lesen, zu schlafen und auf den Fluss und die Berge hinter den Regenwolken zu gucken. Dann kam die Abendsonne raus und wir wollten uns wenigstens ein bisschen bewegen. Wir kamen nicht weit. 250 Meter, 300 vielleicht. Dann hörten wir hinter den Bananenblättern schöne Musik. Von der CD? Oder doch live gesungen? Es war wirklich live: eine Gitarre und viele Stimmen, die lebhaft und voller Inbrunst ein fröhliches Lied dahin schmetterten. Kaum waren wir stehen geblieben, um über das Tor zu schauen, kam auch schon der Gastgeber aus dem Hof gelaufen und lud uns ein, reinzukommen. Er gebe eine Fiesta, weil er für einen Heimaturlaub aus den USA zurück gekehrt sei. Und Essen und Trinken gebe es auch, also sollten wir doch einfach mitfeiern. Da sagten wir natürlich nicht nein.

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Sofort stellten sie uns Stühle und einen Tisch hin und servierten uns Bier und Cola. Und dann saßen wir da mit ca. 30 bis 40 Leuten und hörten den Musikern zu, wie sie mit ihren schönen Stimmen philippinische Volkslieder, alte Jazzlieder oder englische Klassiker sangen. Sogar „Wind of Change“ war dabei und sie waren ganz begeistert, als wir alle Strophen mitsingen konnten. Sehr oft stimmte die gesamte Partygesellschaft mit ein. Niemand brauchte den Text und alle hatten so schöne Stimmen, als würden sie von Kleinauf jeden Tag singen – was sie vielleicht auch tun. „Unsere Insel ist die Insel der Musik, und Loboc ist die Stadt der Musik!“, erklärte uns einer der Sänger. Er erzählte uns die Geschichte seiner Band und den Hintergrund der Lieder. Und dann wurde mir sogar ein eigenes Lied gewidmet (siehe Video) und Jonas konnte ihnen zum Abschied auch noch ein paar Lieder zeigen.

Wir blieben eine ganze Weile und wurden mit Essen, Trinken und guter Unterhaltung versorgt. Als wir uns verabschiedeten, hatten wir bereits eine neue Einladung erhalten: zur Gemeindefeier am nächsten Abend. Auch da würde es wieder viel Musik geben – und Essen auch, wir sollten doch unbedingt vorbeikommen. Kein Problem, wir haben ja Zeit.