06.04. Bootstour und „Guten Abend!“

Am Vortag sind mit uns aus dem Minivan ein Engländerpärchen ausgestiegen. Mit denen haben wir eine Bootstour auf dem Fluss gebucht. Das war sehr schön, weil die 3 supergute Tempel angefahren sind, die jeder für sich sehr schön waren.

Ayutthaya-Panorama.JPG

1. Größter sitzender Buddha

Ayutthaya-großer Buddha

Wow… was für ein Anblick.

 

2. Opfertempel

Hier konnte man überall spenden. Die scheinen hier alles anzubeten, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist: Könige, Geister, Buddhas, Götter. Aus dem Buddhismus, aus dem Hinduismus oder einfach nur so.

 

3. Dschungelbuchruine

Ayutthaya-Tempelfeld I

Hier sieht es so aus, als könnte es die Drehbuchkulisse vom Affentempel im Dschungelbuch sein. Also fast, hier sind keine Bäume und kein Urwald, aber vielleicht kann man das ja per Greenscreen reinretouchieren.
Nach der Bootstour haben wir uns von den Engländern getrennt. Lustige Kombi. Wir haben uns viel unterhalten und über alles Mögliche diskutiert, aber ich hab‘ keine Ahnung, wie die heißen, oder was die sonst so in ihrem Leben anstellen. Wir waren uns vom Anfang an sehr sympatisch, haben aber keine Nummern o.ä. ausgetauscht. War irgendwie nicht wichtig. Schöne Erfahrung, dass man den Menschen so unverbindlich begegnen kann.

Da wir Sparfüchse ja nun heute abend den Nachtzug gebucht haben, um eine Nacht im Hostel zu sparen, müssen wir natürlich aus dem jetzigen Hostel auschecken. Aber wohin in der Mittagszeit? Zum Glück gab es in dem Hostel Hängematten im Schatten, dort haben wir beide auch herrlich geschlafen, bis ich davon ausgewacht bin, dass mir der Schweiß über den Bauch zum Rücken und dann laut auf den Boden getropft ist. Eklig oder? Tja, da kann man nichts machen.

Gegen Abend haben wir uns zum Sundowning auf dem Tempelfeld von gestern eingefunden. Ich konnte endlich ein bisschen Gitarre spielen und Anne hat die Zeit zum Zeichnen gefunden.

Ayutthaya-Tempelfeld II

Ayutthaya-Musik zum Abend

 

Dann waren wir auf dem Nachtmarkt. Wie schön. Überall kleine Probiereinheiten für umgerechnet 50 Cent. Fleisch am Stock. Fleisch in Reis. Reis mit Frucht.  Nadelpilze im Schinkenmandel. Kokosraspel in Baiser. Und Insekten. Fotos gibt’s auf Nachfrage. Die Bilder sind echt ein bisschen scary. Als wir die gemacht haben, war es noch witzig, aber jetzt mag ich die Bilder schon gar nicht mehr angucken.

Ayutthaya-Nachtmarkt.JPG

Um 21.00 haben alle abgebaut und wir haben uns an den Rand gesetzt und dem Treiben ein wenig zugesehen. Irgendwann kam so ein Motorradtaxifahrer zu uns und hat sich meine Gitarre ausgeliehen und spontan ein kleines Minikonzert gegeben. Mehrere Kinder standen auf einmal um uns herum, haben zugehört und uns angesehen. Einige konnten sogar ein bisschen Englisch. Auf dem Weg zum Bahnhof wollten wir eigentlich ein Tuktuk nehmen. Eigentlich ist das kein Problem, da ständig überall alles voll ist. Nicht so ab 22.00. Da fahren nämlich überhaupt keine mehr. Also hab ich mich an die Straße gestellt und den Daumen rausgehalten. Neben uns stand so ein Blaulichtauto. Der Mann da drinnen hat uns erst ganz amüsiert angeguckt und ist dann ausgestiegen.
Darf man hier in Thailand überhaupt trampen? Was will der bloß von mir?
Naja, Pokerface!
„Guten Abend!“

Letztendlich war er ein Ambulance und hat uns freundlicherweise kostenlos  direkt zum Bahnhof gefahren.