30.06.: „Zurück nach Hause“

Das wäre eigentlich der Titel für den heutigen Blogeintrag gewesen. Aber nicht mit uns. Wir hatten uns ja – zum Glück – vor einiger Zeit dazu entschieden, unseren Trip zu verlängern und das genießen wir jetzt auch in vollen Zügen.

Den Tag heute verbrachten wir spazierend und philosophierend in der Stadt und am Strand. Ehrlich gesagt, lag uns die Nacht in diesem Dorm noch ziemlich quer, deshalb ließen wir es heute ganz ruhig angehen.

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Auf dem Weg zum Tauchbüro, wo wir uns Informationen holen wollten, überraschte uns ein Regenschauer. Schnell wurde aus ein paar Tropfen im Sonnenschein ein richtiger Guss aus einer dicken Wolkendecke. Erst fanden wir an einem Fischstand Unterschlupf. Nachdem wir jeden Fisch dreimal bestaunt hatten und es immer noch regnete, liefen wir ein Stück weiter zu der nächsten Gelegenheit, uns unterzustellen. Die nächste Gelegenheit war ein kleiner Streetfood-Stand an der Straße. Die paar Plastiktische waren überdacht und gut besetzt mit Locals, die Reis mit irgendwas verzehrten und im Fernsehen das politische Großspektakel des Präsidentenwechsels mitverfolgten. Gut, dass der Regenguss genau zur Mittagszeit gekommen war. Wir nutzten dieses Zeichen des Himmels und gesellten uns dazu. Schnell waren wir Teil dieser großen fröhlichen, scherzenden, entspannten Runde. Der Regen tropfte vom Dach und auf die Bananenwedel, ein paar zersauste Hühner huschten über den Hof und die Straßenhunde schlichen sich vorsichtig an, um auszukundschaften, an welchem Tisch sie am ehesten einen Knochen und nicht einen Fußtritt bekommen würden. Davon abgesehen, dass der Präsident gerade versicherte, knallhart gegen Drogenhändler vorzugehen – notfalls mit der Todesstrafe – war das ein sehr idyllischer Moment.