27.07. – 28.07.: Rückflug Teil 2 und Ankunft

Diese absolut oberletzten Tage unserer Reise waren, obwohl zum Relaxen geplant, stressig, aber schön. Tatsächlich war es insgesamt sehr rund und wir konnten die Reise sehr gut beenden und abschließen.
Es waren Tage voller Abschied.
Abschied von dieser Art zu leben.
Abschied vom freien Reisen.
Jeden Tag.

Und da war es auf einmal schon vorbei. Schluß. Ende. Aus.

Wie Profis packen wir am morgen die letzten Sachen zusammen.
Wie die Profis… Naja, ehrlich gesagt habe ich mir beim Packen überhaupt keine Mühe mehr gegeben. Es ist ja eh egal. Am Abend werde ich ja wieder in Hamburg sein und morgen kann und werde ich meine Sachen komplett neu sortieren.

Also sind wir zu Fuß zum Skytrain, von dort aus zum Flughafenzubringer und dann völlig entspannt per Bahn zum Flughafen. Insgesamt ist die Bahn zum Flughafen günstiger als ein Taxi und nach meinem Empfinden ist es auch deutlich angenehmer, weil man nicht aufpassen muss, dass man hinters Licht geführt wird.

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Im Flughafen ankommen, einchecken, warten, einsteigen, losfliegen.
Unter den Wolken
über den Wolken
keine Wolken
Dubai
3 Filme im Bordfernsehen geschafft
Bravo!

Durch den Flughafen.
Kaum warten.
Einsteigen, losfliegen.
Unter den Wolken
über den Wolken
überall Wolken
Regen.
Hamburg.
Zwei Filme geschafft.
Kopfschmerzen!
Seltsam

In Hamburg werden wir von einer vierköpfigen Delegation aus Freunden und Familie abgeholt. Und da war es auch schon, das ultimative Wiederkommengeschenk nach einer monatelangen Reise: eine Jutetüte voller deutscher Köstlichkeiten. Endlich wieder Käse!

Wir schlafen bei meiner Schwester, weil unsere Wohnung immer noch untervermietet ist. Wir sitzen noch lange zusammen und tratschen über dies und das.
Etwas verstört uns allerdings etwas:
Keiner sagt: „Ihr seht aber […] aus!“
Keiner fragt: „Und, wie wars?“
Keiner fordert: „Erzählt mal!“

Es ist schön und ungezwungen, wir sprechen über Erlebtes in der Heimat und Erlebtes in der Ferne. Viele unserer Waghalsigkeiten aus dem fernen Asien haben sie eh schon gelesen und Bilder von uns haben wir dank moderner Internetkommunikationsmedien sowieso ständig getauscht. Und schließlich hatten wir ja auch unsere Tanzvideos, bei denen unser Sein und Werden ein wenig nachverfolgt werden konnte. So kann man sich gleich aktuellen Themen widmen. Wir sitzen lange zusammen. Es ist fast 0.00, als wir ins Bett gehen. Für uns fühlt es sich theoretisch an wie 5.00 morgens, aber das bekommen wir in unserem Zurückkommensadrenalinwahn kaum noch mit.

Am nächsten Morgen wache ich leider schon um 5.30 deutscher Zeit auf. Ärgerlich. Aber dafür habe ich Zeit, die letzten Bilder etwas zurechtzuruckeln und mich aufs erste Frühstück in Hamburg zu freuen .

Jonas: „Ich hab voll Bock auf Reis!“
Anne: „Warte mal ab, bis du Markos‘ Frühstückstüte siehst!“

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Und dann können wir das wunderschöne Willkommensgeschenk endlich auspacken und sind überglücklich, wieder einmal deutsches Frühstück zu frühstücken: Schwarzbrot, Käse, Radieschen, Tomaten und Blaubeeren- ja!

 

22.07.: Rückflug Teil 1

Von Manila aus sind wir nach Bangkok geflogen. Aber nicht einfach so. Schließlich waren wir ja auf den Philippinen. Hier läuft bei den großen Reiserouten nichts ohne Verspätung.

Irgendwann während des letzten Monats sind wir auf den Trichter gekommen, unseren Blog noch zu erweitern, zu vergrößern und eventuell von dem chronologischen Reiseblog für Freunde und Familie eher zu einem Tipps-Blog für Neureisende nach Südostasien umzuschwenken. Also haben wir die Zeit am Flughafen mit köstlicher Warterei und Gehirnstürmerei verbracht. Es sind sehr viele, sehr gute Sachen dabei rumgekommen, die wir dann zu gegebener Zeit demonstrieren werden. Wahrscheinlich wird sich die Blogstruktur ändern, eventuell wird es einen kleinen Einkaufsladen geben und noch viele Spielereien mehr. Aber davon erzählen wir ein anderes Mal.

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Irgendwann sind wir dann doch abgeflogen und hier kommt der Reisetipp schlechthin:

Wenn die im Flugzeug Bier oder andere alkoholische Getränke anbieten, darf man ruhig zugreifen. Es ist ein Heidenspaß, sich dort ein wenig zu betrinken. Da man auf einer Flughöhe von acht- bis elftausend Meter ist und der Kabinendruck einem vorgaukelt auf „nur“ dreitausend zu sein, ist der Luftdruck doch ungleich höher als am Boden, sodass 3 Bier ausreichen,  bis man ein wenig angetüdelt ist. Wir haben es ausprobiert und für gut befunden!

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Endlich wieder frische Thaisäfte

In Bangkok angekommen, erwartete uns der gleiche Flughafen, an dem wir vor knapp 3 Monaten auch schon mal angekommen waren. Die Wege waren bekannt, sodass wir zielstrebig zu den Taxen gehen, uns eine Nummer ziehen und einsteigen konnten.

Der Taxifahrer bot uns an, dass er uns für 400 Baht an unser Zielhotel fahren könnte. Natürlich ohne Taximeter. Vom letzten Aufenthalt wussten wir, dass die Fahrt aber nur ca. 350 Baht kosten sollte. Natürlich fuhren wir mit Taximeter.

Nächster Reisetipp für alle:

Bangkok = Taximeter! Keine Diskussion!

Leider hat uns der blöde Fahrer noch einen Umweg gefahren, ist noch tanken gegangen und hat währenddessen wie selbstverständlich das Taximeter mitlaufen lassen, sodass wir am Ende auch bei  350 Baht waren. Die eigentliche Fahrt hätte möglicherweise 300 Baht gekostet. Auf unser energisches Drängen hin, dass wir das nicht zahlen wollen, ist er richtig ausfallend und laut geworden. Er hat gesagt, dass er kaum Englisch spricht. Dass wir nicht bezahlen wollen, hat er aber sehr gut verstanden. Irgendwann hat er rumgeschrien und irgendwas von Polizei gefaselt. Da hatten wir dann doch keine Lust mehr drauf und haben den Preis bezahlt, den er haben wollte. Blödbommel!
Ganz doof sowas, das macht für mich schlechte Stimmung beim Ankommen in der Stadt und generell eigentlich auch. Da fällt mir auf, wie leichtfertig ich damals beim Ankommen von dem „ehrlichen Taxifahrer“ geschrieben hatte. Offensichtlich ist das doch keine Selbstverständlichkeit.